Mädchen A1 – DM Zwischenrunde bei der HG Nürnberg

Bericht: Jochen Nick

Am vergangenen Freitag machte sich das Team der Grün-Schwarzen auf den Weg zur Zwischenrunde der Deutschen Meisterschaft nach Nürnberg. Wohl organisiert und mit guter Laune fuhr man mit dem Zug ins Frankenland. Schnell wurde das Abteil von unseren Mädels übernommen und die Vorfreude auf das kommende Wochenende war groß.

Am Samstag stand das erste „Endspiel“ gegen den HC Ludwigsburg auf dem Programm. Bereits nach 5 Minuten konnte Maya Gumprich einen Pass abfangen und erzielte mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel das 1:0. Beide Teams spielten sehr körperlich und konnten das Spiel ausgeglichen gestalten. Danach übernahmen die Schiedsrichter die Spielkontrolle und haben das Spiel „zerpfiffen“. Ein Spielfluss konnte nicht mehr aufkommen. Nach sehr fragwürdigen Entscheidungen und drei 7-Metern, die alle verwandelt wurden, stand es sodann 2:2. Kurz vor Schluss konnte Sophia, nach Pfostenschuss, den Abpraller leider nicht verwerten, so dass es erneut , wie schon bei der Westdeutschen Endrunde, zum Shoot-Out kam. Nach ersten Fehlschüssen unsererseits hat unsere Torhüterin Ida ganz cool den Ludwigsburger Spielerinnen den Zahn gezogen. Mit 5:3 nach Penaltyschiessen zogen die Mädels in das nächste Endspiel am Sonntag gegen den Gastgeber HG Nürnberg ein. Die Nerven der zahlreich mitgereisten Raffelberger Fans wurden erneut arg strapaziert!

Am Sonntag kam es zum Showdown zwischen dem Gastgeber der HG Nürnberg und dem Club Raffelberg. Schon nach wenigen Minuten konnte Mia Rosser nach schönem Lauf aus halbrechter Position den Ball im Nürnberger Tor versenken. 1:0, ein guter Auftakt! Unsere Mädels hatten das Spiel im Griff und spielten aus einer geordneten Defensive heraus. Die Nürnbergerinnen blieben mit Kontern aber stets gefährlich. Nach gut vorgetragenem Angriff Mitte der 1. Halbzeit hätten die Raffelbergerinnen auf 2:0 erhöhen können, jedoch konnte der Schuss von Maya Schneider aus kurzer Distanz von der Nürnberger Torhüterin abgewehrt werden. So stand es zur Halbzeit 1:0 für Raffelberg. In der 44. Minute war es dann soweit – die HG Nürnberg erzielten den Ausgleich. Bis dahin war es ein ausgeglichenes Spiel, nun starteten die Nürnbergerinnen mit neuem Mut weitere Angriffe. Das 2:1 nach Schuss von Sophia und Stecher von Greta wurde nicht gegeben, da die Schiedsrichter den Stecher nicht anerkannt haben. Unsere Mädels waren komplett von der Rolle und fanden nicht mehr zu ihrem Spiel. Konsequenterweise fingen sich unsere Mädels nach Konter das 1:2: Zunächst konnte Torhüterin Ida mit guter Parade noch abwehren, doch im Nachschuss und in Unterzahl im eigenen Kreis erzielten die Nürnbergerinnen das Tor. Der Teamspirit aus der Westdeutschen Meisterschaft konnte nicht mehr aktiviert werden, um das Spiel noch umzubiegen und sich in das Shoot-Out zu retten. Die Schlussphase war von zu vielen Einzelaktionen geprägt und es war ein zerfahrenes Spiel. Letztlich zieht die HG Nürnberg verdient in die Endrunde ein.

Nicht nur der Einzug in die Endrunde zur DM ist auf der Strecke geblieben, sondern auch Susis Stimme. Leider kam am Sonntag kein Ton mehr heraus, so dass ein Coaching kaum möglich war. Gute Besserung!
Nichtsdestotrotz haben wir alle ein super Wochenende erlebt, auch wenn es nicht von dem erhofften sportlichen Erfolg gekrönt war.

Ein besonderer Dank gilt unserer Trainerin Susi, Co-Trainerin Pia (sie war mit der WJA in Hanau), den Betreuern Harry und Peter, unserer Master-Organisatorin Britta und natürlich unserer „Physio“ Simone für die top Betreuung. Die Mädels waren stets rundum versorgt und in guten, knetenden Händen. Auch den lautstarken Grün-Schwarzen Fans, teilweise aus der ganzen Republik angereist, danken wir für die tolle Unterstützung.
Nach kurzem Trauern um die vergebene Chance auf den Einzug in die Endrunde zur DM heißt es nun: aufzustehen, den Kopf hochzunehmen, die Krone zu richten und in der Halle neu anzugreifen. Auch aus solchen schmerzlichen Niederlagen kann man für sich persönlich und die kommende Mission Halle 2016/2017 Positives mitnehmen.

Mädels, Ihr seid unter den 8 besten Teams Deutschlands! Wir sind stolz auf euch!

Auf geht’s! Nirosta!
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