Elend-im-Walde-Cup 2026 in der Sporthalle Klapperstrasse

Eigentlich könnte man die Überschrift so stehen lassen und noch ergänzen, dass es sich hierbei um ein Elternhockeyturnier handelte – zack, ist der Bericht zu Ende und alle LeserInnen haben einen (fast) falschen Eindruck vom vergangenen Sonntag.  

Aber ganz so unvollendet möchten wir dieses erste, wirklich gut organisierte Turnier unserer Gastgeber „Rasende Krücken“ vom ETB aus Essen nicht stehen lassen. Nach – so die Aussagen unserer Erfahrensten im Team – fast 10 Jahren ohne Hallenturnierteilnahme, machten wir, also die Mamas und Papas, uns auf in die Nachbarstadt, um dem Elend ein Ende zu setzen – keine Sorge, es folgen keine weiteren Phrasen dieser Art. Die Teamzusammensetzung war recht schnell organisiert: denn Isa, Vanessa und Kathrin sagten einfach mal für ihre Männer Mike, Fabian und Sobo zu – Fakten schaffen halt.

Andi und Claudi mussten nicht lange überlegen, so dass Ninas Aufgabe „nur noch“ darin bestand, Coach Volki um den Finger zu wickeln – wir verraten nicht, ob es geklappt hat  Ein einziges, gemeinsames Training in der Halle zwei Wochen vor dem Turnier sollte doch reichen, um die Klapperstraße an diesem Wochenende zum Beben zu bringen – diese Phrasen… Vorher aber musste Lutz im wahrsten Sinne des Wortes noch Kopf und Kragen riskieren, um die von Ralle ausgeliehene Torwartausrüstung an Sobo zu übergeben – ein ganz großes Dankeschön an euch beide und natürlich Andi für das Beweisfoto samt Herzchen.

So konnte es dann auch endlich losgehen mit dem Experiment: „Wird der Körper halten?“ oder „Wie geht es uns am Montag und dem Rest der  Woche?“ oder einfacher: Halle! Denn eigentlich findet man uns fast das ganze Jahr auf dem Feld wieder. Dies merkte man dann auch schon in der ersten Partie des Tages – gefühlt um 7 Uhr morgens – durften wir uns direkt mit den Gastgebern messen. Nach schöner Führung mussten wir uns am Ende doch nach einem Beini mit einem 1:1 zufrieden geben. Es folgten zwei weitere Unentschieden gegen „Moers recycled“ und die „Schlägerschieber“ aus Aachen – wir freuen uns bereits auf den Printencup im April! Etwas dynamischer klapperten nicht nur die Schläger gegen die Haie aus Hiesfeld – leider musste man sich trotz guter Möglichkeiten mit 0:1 geschlagen geben.

Unser Tribünennachbar vom HCE nutze scheinbar die Nähe, um unsere Taktik auszuspähen. Am Ende unterlagen wir etwas zu deutlich, was aber der Nachbarschaftshilfe in den kommenden Spielen durch das „Ausleihen“ unserer Mädels keinen Abbruch tat. Gegen den späteren Turniersieger – dies als Randnotiz – die „Kugelblitze“ aus Düsseldorf und die „Etüfler“, naja aus ETUF halt, gab es die gewohnten Unentschieden, sodass wir uns am Ende des langen Tages irgendwo im Niemandsland der Tabelle befanden. Aber dies war wirklich nur nebensächlich, denn der Tag und das Miteinander waren unschlagbar.

Neben der ständigen Auslosung unserer Startaufstellung, Ausleihen unserer Sage und Schreibe  6 (!) Mädels/ Damen/ Frauen an die anderen Team – so viele hatte keine Mannschaft dabei – gab es auf der Tribüne (und vor der Tür bei Sonnenschein) „unfassbier“ viele angeregte Gespräche über Hockey,  TK-Outfits, Privates und das Buffet (samt Ausplaudern des ein oder anderen Kose- und Spitznamens). Nach der Siegerehrung fand der Sonntag beim gemeinsam verabredeten Abendessen in einem renommierten Retaurant namens „Goldene Möwe“, nahe der A40, seinen wohlverdienten Ausklang.

Und Leudde, wie geht es uns diese Woche? Schlecht, aber schön war et. In diesem Sinne freuen wir uns auf das Frühlingsturnier am 18. Und 19.04. im CR – natürlich auf‘m Feld, dat können wir schließlich – und hoffen euch als CRew hier als Zuschauer begrüßen zu dürfen.

Wo wir schon beim Thema Werbung in eigener Sache sind: Die Elternhockeytruppe unterstützt neben den letzten Herren und den Reviermädels die Anschaffung zweier neuer Hockeytore; wer sich also hierbei noch mit einer Spende anschließen möchte, darf sich gern bei uns – Isa, Andi, Nina, Sobo – melden.

Redaktionell: Der Turniername entstand nicht aufgrund des vermeintlich spielerisch schlechten Elternhockeyniveaus, sondern der örtlichen Nähe zur Zeche Gottfried Wilhelm, einem Steinkohlebergwerk in Essen, welches im Volksmund auch „Elend im Walde“ genannt wurde.

Nirosta!

Bericht: Markus Marx