1. Herren: Bitterer Samstag, starker Sonntag!

Für unsere Herren stand am Wochenende ein richtungsweisender Doppelspieltag in der 2. Feldhockey-Bundesliga an. Am Samstag wartete mit DSD Düsseldorf der Tabellenführer, ehe es am Sonntag zum Kellerduell gegen den Bonner THV ging. Klar war: Drei Punkte mussten her.

Beim Spitzenreiter aus Düsseldorf erwischte Raffelberg jedoch einen rabenschwarzen Start. Das extrem schnelle Umschaltspiel des Tabellenführers stellte das Team vor enorme Probleme. Ballverluste wurden von DSD konsequent bestraft – und nahezu jeder Konter führte im ersten Viertel zu einem Torerfolg. Bereits nach den ersten 15 Minuten lagen die Herren mit 0:4 zurück.

Doch die Mannschaft zeigte anschließend zumindest eine Reaktion. Im zweiten Viertel stabilisierte sie sich und verlor diesen Abschnitt nur noch mit 0:1. Auch im dritten Viertel konnte Raffelberg spielerisch zulegen und gestaltete das Viertel mit 1:1 ausgeglichen. Mit einem 2:6-Rückstand ging es ins Schlussviertel – und es schien zumindest noch Ergebniskosmetik möglich.

Dann folgte jedoch eine unschöne Szene: Ein Raffelberger Spieler verletzte sich so schwer, dass ein Krankenwagen gerufen werden musste. Die lange Unterbrechung und vor allem die Sorge um den Mitspieler nahmen dem Spiel endgültig den Rhythmus. DSD nutzte die verbleibenden Minuten konsequent aus und traf in den letzten neun Minuten noch dreimal. Am Ende stand eine deutliche und verdiente 2:9-Niederlage.

Für die ohnehin von Verletzungen geplagte Mannschaft war damit klar: Das Auswärtsspiel beim Bonner THV musste gewonnen werden. Im engen Tabellenkeller hätte eine weitere Niederlage gefährlich werden können – gleichzeitig brauchte auch Bonn dringend Punkte.

Und auch am Sonntag lief zunächst vieles gegen den CR. Bonn ging mit 2:0 in Führung, ehe Neuzugang Florian Schirmer den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Der mögliche Ausgleich lag anschließend auf dem Schläger der Raffelberger: Ein Siebenmeter hätte das 2:2 bedeuten können, wurde jedoch vom Bonner Keeper pariert. Stattdessen erhöhte Bonn vor der Halbzeit auf 3:1.

Doch diesmal zeigte Raffelberg genau die Mentalität, die im Klassenerhalt gefragt ist. Angetrieben von den mitgereisten Ultras, zahlreichen Eltern, Freunden, den vielen verletzten Spielern  und treuen Fans, kämpften sich die Herren eindrucksvoll zurück in die Partie. Zum Ende des dritten Viertels wurde das Spiel gedreht: Tore von Tim Basfeld, Mats Langhanki, Arne Kill und Christopher Jones sorgten für die Wende und einen am Ende verdienten 5:3-Auswärtssieg.

Drei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt – aber fast noch wichtiger war das Signal, das die Mannschaft gesendet hat. Trotz Verletzungssorgen, Rückschlägen und enormem Druck haben die Herren Charakter bewiesen: nicht aufgegeben, weitergekämpft und sich am Ende belohnt. Genau diese Mentalität wird in den kommenden Wochen entscheidend sein. 

Bericht: Kerstin Jones
Fotos: Hans Kramhöller