Duisburger Stadtmusikanten in Bremen – Teamgeist schlägt Tabelle

Manchmal beginnt ein gutes Wochenende nicht mit einem Anpfiff, sondern mit guter Musik im Auto. Statt Bahn hieß es diesmal: Roadtrip zum Club zur Vahr! Mit frischen Turniershirts, bester Laune und DJ Christian am Mischpult war schon auf der Hinfahrt klar: Dieses Wochenende wird besonders. Im Hotel wurde es abends noch einmal spannend – beim Werwolf wurde diskutiert, verdächtigt und herzlich gelacht, bis die Augen zufielen. Teamchemie? Läuft.

Dann endlich: Turnierstart. Mit viel Energie, Mut und Spielfreude gingen wir in die Partien gegen RW Köln, Rotation Prenzlauer Berg und den Bremer HC. Drei knappe Niederlagen standen am Ende auf dem Papier – doch die Ergebnisse erzählen nur die halbe Geschichte. Gerade gegen Bremen und Berlin waren wir absolut auf Augenhöhe. Es fehlten Nuancen, ein Quäntchen Konsequenz im Abschluss. Kleinigkeiten, die auf diesem Niveau entscheiden. Was jedoch nie fehlte: unser Zusammenhalt. Nach kurzen Momenten des Ärgers wurde schon wieder gesungen – laut, schief und glücklich: „Oben schlechte Laune, unten schlechte Laune“.

“ Abends besuchten wir die Bremer Stadtmusikanten – vielleicht haben wir uns dort ja ein kleines bisschen Glück abgeholt.

Verdient hätten wir es. Danach ging es zu Burgern, Gesprächen und ganz viel gemeinsamer Zeit, die dieses Wochenende so besonders gemacht hat. Auch der Sonntag forderte uns noch einmal alles ab. Der DHC Düsseldorf traf mit einer spektakulären argentinischen Rückhand – vielleicht der ersten der Hallengeschichte – und entschied das Spiel für sich. Im letzten Spiel gegen Bremen war es dann ein taktischer Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Ein 0:0, das mehr Spannung hatte als so manches torreiche Spiel – und am Ende Platz 7 bedeutete. Platz 4 bis 8 – oft trennen sie nur Details.

Ja, wir wissen: Da geht noch mehr. Aber wir nehmen etwas mit, das keine Tabelle zeigt: Eine gemischte Mannschaft, die noch enger zusammengerückt ist.

Bericht: Max Koitka