Rückrundenauftakt endet bitter – CR unterliegt Marienburg mit 2:3

Zum Start in die Rückrunde der 2. Feldhockey-Bundesliga stand für die 1. Herren vom Club Raffelberg direkt ein richtungsweisendes Spiel an. Als Tabellenvierter mit nur wenigen Punkten Abstand auf die Abstiegsplätze war die Ausgangslage klar: Gegen den direkten Verfolger Marienburger SC musste gepunktet werden, um sich ein wichtiges Polster im engen Tabellenkeller zu verschaffen.

Doch einmal mehr bestätigte sich der „Marienburger Fluch“. Raffelberg fand über weite Strecken kein Mittel gegen die Gäste. Früh geriet man mit 0:1 in Rückstand, konnte das Spiel danach jedoch offen gestalten und blieb in Schlagdistanz.

Die Entscheidung fiel erst im letzten Viertel – und sie hätte aus Raffelberger Sicht kaum dramatischer verlaufen können. Zunächst der umjubelte Ausgleich durch Neuzugang Florian Schirmer, kurz vor dem Ende des 3. Viertels. Darauf in der 54. Minute sogar die Führung zum 2:1 durch Tim Basfeld. Sechs Minuten vor Schluss schien der lang ersehnte Erfolg gegen Marienburg zum Greifen nah.

Doch statt die Führung souverän zu verteidigen, verlor Raffelberg unmittelbar die Kontrolle: Im direkten Gegenzug fiel der Ausgleich, wenig später führte eine unkonzentrierte Defensivaktion zu einem Siebenmeter für Marienburg, den die Gäste zur erneuten Führung (2:3) nutzten.

Am Ende steht eine bittere und unnötige Niederlage, die bei Spielern und Trainerteam für großen Frust sorgte. Entsprechend deutlich fiel auch die Ansprache nach dem Spiel aus.

Wenn Raffelberg in dieser Liga bestehen will, braucht es mehr Konsequenz, mehr Klarheit in den entscheidenden Momenten – und vor allem mehr Siegermentalität. Spiele wie dieses dürfen nach einer Führung nicht mehr aus der Hand gegeben werden. Es gilt, mit maximaler Entschlossenheit, Leidenschaft und Geschlossenheit aufzutreten, um sich im engen Abstiegskampf zu behaupten.

Die nächste Chance zur Reaktion bietet sich bereits am kommenden Wochenende: Beim Doppelspieltag warten zwei Auswärtspartien – am Samstag um 14 Uhr beim DSD, dem Tabellenersten, der ebenfalls nach einem missglückten Auftakt zur Rückrunde punkten will und am Sonntag um 16 Uhr in Bonn, derzeit Tabellenletzter, der unbedingt punkten muss. 

Bericht: Kerstin Jones
Fotos: Hans Kramhöller