WJB: Schwere Zwischenrunde in Braunschweig

Zwei bittere Niederlagen musste die WJB am Wochenende in der Zwischenrunde bei Eintracht Braunschweig einstecken.

Im Halbfinale am Samstag musste das von Stephanie Lobe und Lina Vieregge betreute Team gegen die Klipper aus Hamburg antreten. Nachdem die Raffelberger Mädchen Ihre Anfangsnervosität ablegen konnten, entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Partie. Beide Teams beharkten sich mit hohem Aufwand und Körpereinsatz im Mittelfeld (besonders von Seiten der Klipper von Beginn an der Grenze zum Erlaubten) ohne aber echte Torgefahr zu entwickeln. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel hart umkämpft jetzt allerdings mit zunehmenden Spielanteilen der Klipper. Viel zu selten konnten die Raffelbergerinnen das Spiel kontrolliert aufbauen. Durch schnelle Ballverluste stieg der Druck der körperlich überlegenen Hamburgerinnen. Trotzdem bedurfte es einer mehr als umstrittenen Schiedsrichterentscheidung, um die Führung der Klipper zu ermöglichen.  In der 58. Minute entschieden die Unparteiischen zum Entsetzen der zahlreichen,  mitgereisten Eltern nach einer starken Parade von Torfrau Patricia Gocha im 1:1 auf 7m . Tapfer stemmten sich die Raffelbergerinnen gegen die drohende Niederlage und konnten wieder eine optische Überlegenheit erarbeiten. Leider fehlte es aber weiter an der letzten Konsequenz im Angriffsviertel.  Als dann noch Marie-Julie Pörschke und Anna Rodriguez nach -unfassbar nur mit Freischlägen geahndeten- Körperchecks ausgewechselt werden mussten, war das Spiel gelaufen. Der zweite Treffer der Klipper interessierte dann niemanden mehr.

So galt es sich am Sonntagmorgen im Spiel gegen den Berliner HC mit einem Erfolgserlebnis aus dem Turnier zu verabschieden. Nach einem abendlichen Stadtbummel mit Kinobesuch waren die Wunden geleckt und die Mädchen bereit -wieder optimal durch das Trainerteam eingestellt- sich einen erfolgreichen Saisonabschluss zu bescheren. Davon war mit Spielbeginn allerdings nichts zu merken und der BHC konnte schnell mit 2-0 in Führung gehen. Als allen dann ein drohendes Debakel vorschwebte, zeigte sich der Geist, der in der jungen Mannschaft steckt. Als wäre ein Schalter umgelegt, kämpften sich die Raffelbergerinnen ins Spiel zurück und erarbeiteten sich zahlreiche Chancen. Folgerichtig viel nach einer schönen Einzelaktion durch Hannah Schwabe der Anschlusstreffer. Als dann keine Minute später Jule Bozic ein „hammer agi-tor oben rechts in den winkel.. WOW“ (O-Ton aus dem liveticker) gelang, war das Spiel endgültig gedreht. Es spielte nur noch der Club Raffelberg und die Berlinerinnen konnten sich in die Halbzeit retten. Auch nach der Pause dominierte der CR und vergab zahlreiche Chancen. Nach einer der wenigen Offensivaktionen  und einer resultierenden Strafecke gelang dann aber den Berlinern nach einer schönen Variante der erneute Führungstreffer. Bis zum Ende stemmten sich unsere Mädels gegen die drohende Niederlage. Leider fand der mit Hechtsprung durch Anna erzielte Treffer keine Anerkennung (niemand weiß, warum) und weitere gute Möglichkeiten konnten nicht genutzt werden.

Erhobenen Hauptes verließen unsere Mädchen den Platz und ließen sich vom lautstarken CR Anhang beklatschen.

Unter dem Strich war das Wochenende ein voller Erfolg. Die mit 8 Mädchen A extrem junge und neu formierte Mannschaft hat sich und den Club sehr gut präsentiert. Auch die Betreuer der anderen Teams zeigten sich von der Leistung des Teams beeindruckt. Alle Spielerinnen sind über Ihre Grenzen gegangen und haben sich in den Tagen in allen Bereichen weiterentwickelt. Darauf wird sich weiter in Zukunft aufbauen lassen.  Gute Besserung an MaJu, die nach dem bösen Foul ins Krankenhaus und mit einem HWS Trauma das Turnier vorzeitig beenden musste sowie an Lola Luciani Frieros, die das Spiel gegen Berlin mit einer Schulterverletzung (schon wieder Bodycheck- Rugby WM ist eigentlich in England, oder?) nach wenigen Minuten aufgeben musste.

Bericht von Ricardo Rodriguez

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